Wer nicht wagt, der nicht gewinnt
Lars-Ivar Holmqvist, der damals bei IKEA als Einkäufer tätig war, beschreibt das Klavierprojekt als „eine echte Farce“ und erklärt, es sei typisch für IKEA gewesen, sich auf etwas einzulassen, bei dem man keine wirkliche Erfahrung hatte. „Wir haben damit keinen Cent verdient. Aber in gewisser Weise hat es Spaß gemacht, denn es war typisch für IKEA, einfach etwas ganz anderes zu machen.“
Aber Eric Andersson ließ sich nicht aufhalten. Er war von Ingvar Kamprads Einstellung überzeugt, dass Fehler eine gute Sache sind, solange man aus ihnen lernt und sie nicht wiederholt. Die Klaviere wurden aufgegeben, und Eric arbeitete bei IKEA an völlig anderen Projekten, darunter das legendäre STEN-Regal und die Küchenserie SYSTEM 210. IKEA Veteran Jan Ahlsén, der mehr als 40 Jahre lang in der Produktentwicklung tätig war, erinnert sich gut an ihn.
„Eric war ein wunderbarer Mensch! Innovativ und extrovertiert, aber in einem ausgewogenen Maß. Er war vorausschauend und band Dinge, die passierten, in den kreativen Prozess ein, damit seine Entwicklungen zukünftige Bedürfnisse erfüllen konnten. Wir sind in seinem gebrauchten Volvo 164 Automatik viel für IKEA durch Europa gereist. In diesem Auto und in den Motels, in denen wir übernachten mussten, weil das Auto ständig liegenblieb, hat ein großer Teil unserer Produktentwicklung stattgefunden! Er war auch sehr lustig. Damals war IKEA noch nicht so bekannt, und wenn die Leute fragten, wofür die Buchstaben standen, antwortete er scherzhaft: ‚Ingvar Kamprad Eric Andersson‘!“